EURORANDO – das größte grenzüberschreitende Wanderfest Europas
Am Sonntag, dem 20. September 2026, zeigte sich der Wettergott in Boží Dar zunächst von seiner herausfordernden Seite. Pünktlich zur Festrede öffnete der Himmel seine Schleusen und schickte einen kräftigen Regenschauer über den Platz. Doch die Wanderer ließen sich davon nicht beeindrucken – die Stimmung blieb fröhlich und erwartungsvoll.
Mit großem Hallo wurden Wandernde aus Tschechien, der Slowakei, Spanien, Frankreich, Polen, Schweden, Großbritannien, Deutschland und Österreich begrüßt. Die internationale Vielfalt war beeindruckend und machte sofort deutlich, warum EURORANDO das größte grenzüberschreitende Wanderfest Europas ist.
Ein Hauptprogramm, das keine Wünsche offenlässt
Am Montag startete das bestens organisierte Hauptprogramm: täglich rund 30 geführte Wanderungen, verteilt über den gesamten Erzgebirgskamm – diesseits und jenseits der grünen Grenze. Eine Grenze, die es heute nicht mehr gibt. Europa eben.
Meine tägliche Tour trug den Titel „Grenzgänge – Moorgeflüster und Böhmisch Reitzenhain“ und griff genau dieses Thema auf.
Geschichte, Natur und Begegnungen auf dem Erzgebirgskamm
Am Startpunkt in Reitzenhain berichtete ein Zeitzeuge über historische Ereignisse nach 1918 und 1945 und über die Bedeutung der beiden Orte Böhmisch Reitzenhain und Deutsch Reitzenhain. Anschließend folgte ein geführter Spaziergang entlang der alten Handelsstraße, die heute von üppiger Natur überwuchert ist. Kleine Tafeln erinnern an die früheren Häuser und ihre Bewohner.
Danach begann die eigentliche Wanderung: hinauf zum Lauschhübel, dem Čihadlo. Der Weg führte durch einen dichten, pilzreichen Wald – ein echtes Naturerlebnis. Auf dem Gipfel wurde gerastet, ein Eintrag ins Gipfelbuch durfte natürlich nicht fehlen.
Nach dem Abstieg ins Schwarzwasser stand das nächste Highlight an. Entlang des Grünen Grabens und des Kammwegs umrundeten wir den kältesten Ort Deutschlands: Kühnhaide. Hier gibt es nur zwei Jahreszeiten – Winter und strengen Winter.
Zum Abschluss führte die Tour nach „Schweden“ in das Hochmoor Stengelheide. Der Fichtenwald wich dem typischen Moorbewuchs aus braunem Wasser, Heide, Moorbeere und Moorbirke. Ein kleiner Abstecher über den Moorlehrpfad gehörte selbstverständlich dazu.
Ein Fest des Wandern, der Begegnung und Dankbarkeit aller Teilnehmenden
Auf der Rückfahrt im Bus war die ausgelassene Stimmung deutlich zu spüren. Viele Wandernde bedankten sich herzlich für die Wanderung und das gemeinsame Naturerlebnis.
Es hat Spaß gemacht, euch unsere Natur zu zeigen. Danke fürs Mitwandern – bis zum nächsten Mal. Vielleicht schon am Samstag beim großen Umzug von Boží Dar nach Oberwiesenthal.
Fotoserien
Eurorando 1 (SA, 26. September 2026)

















































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